Donnerstag, 19. April 2012

Frei geschnitten


"Patchwork? Ist das nicht: Stoff auseinanderschneiden und wieder zusammennähen?"  Wer dieser despektierlichen Definition unseres Hobbys anhängt, konnte sich am Sonntag voll bestätigt fühlen: Miriam zeigte uns das Prinzip der sogenannten "Freien Schneidetechnik", und dabei wird tatsächlich zerschnitten und wieder zusammengenäht, zerschnitten und wieder zusammengenäht und immer so weiter. 

Alles fängt zum Beispiel mit einem Stoffstapel aus drei Stoffen an: 


Der erste Schnitt - leicht schräg - 


.. der zweite Schnitt....


 .. und gemischt auslegen. Nach dem Zusammennähen sieht es so aus...


  .. und nach einem waagerechten Schnitt und erneutem Mischen so. 

Ohne Planen und ohne Messen, also eine ganz andere Arbeitsweise als sonst. Kurven und leichte Wellenlinien sind ebenso möglich. Ein bißchen Zufall, ein bißchen Intuition, eine Prise Überraschung, und zum Schluss passt alles doch wieder zusammen.


Mit der Freien Schneidetechnik und ihren Variationen befassen sich unendlich viele, auch ältere Bücher, zum Beispiel Liberated Quiltmaking II von Gwen Marston, Intuitive Color & Design von Jean Wells, Rule-breaking Quilts von Kathryn Schmidt und Vivacious Curvy Quilts von Dianne S. Hire. In den abgebildeten Quilts wurden zwar oft Stoffe vernäht, die nicht mehr den heutigen Geschmack treffen, die Schneidetechniken sind aber zeitlos.

Mir hat dieser spielerische Ansatz sehr gut gefallen - schaut auch noch einmal bei Birgit vorbei, sie zeigt ihre Ergebnisse in ihrem Blog. 

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