Donnerstag, 24. November 2011

Bunte Stoffe im grauen November


Bei unserem Novembertreffen wurde nun endlich auch einmal genäht, geschnitten, ausprobiert, dem grauen November ein Haufen bunter Stoffe entgegengesetzt, und die Nähmaschinen im Nadelwald ratterten, wie es sich gehört. Ich finde es ja immer sehr interessant, anderen beim Nähen über die Schulter zu schauen. Suschna stickte zum Beispiel eines ihrer freien Stickbilder mit der Maschine, die Übersetzung ihres Skizzenbuchs in Garn und Stoff, die sie hier in ihrem Blog schon einmal gezeigt hatte. Schon lange hatte ich mich gefragt, wie sie das so unglaublich kleinteilig und detailliert zustandebringt und kenne nun die Antwort: sie hat einfach die Ruhe weg, und außerdem Routine - wenn sie stickt, sieht das wirklich ganz einfach aus.



Eine Nähmaschine, deren Geschwindigkeit sich drosseln lässt wie bei den Brother-Maschinen im Nadelwald ist dabei natürlich hilfreich, damit ließe sich wahrscheinlich sogar das cathedral-window-Muster nähen, das Mirjam bei unserem Treffen mit der Hand stichelte. Die Krux an diesem Muster ist nämlich, dass der doppelt liegende Untergrundstoff nach vorne umgeklappt und knappkantig – sehr knappkantig - und sehr ordentlich festgenäht werden muss. Er bildet einen Rahmen um verschiedene bunte Stoffquadrate, so dass Unregelmäßigkeiten ziemlich ins Auge fallen. Dem Geheimnis, wie manche dieses Muster komplett mit der Maschine nähen – man sieht das ab und zu in Blogs – sind wir am Sonntag nicht auf die Spur gekommen, Handnähen scheint dann doch der einfachere Weg zu sein.


Julia führte uns ihren accuquilt cutter vor, ein ausgeklügeltes, natürlich amerikanisches Gerät, das Stoff für verschiedene Patchworkmuster zuschneidet, zum Beispiel für Muster mit Rundungen, die sich auf die übliche Weise mit Lineal und Rollschneider nicht bewältigen lassen. Bis zu sechs Lagen Stoff lassen sich in das Gerät schichten und auf einmal ausschneiden oder besser gesagt ausstanzen, ganz präzise und mit Markierungen zum Zusammennähen. Hier in ihrem Blog hatte Julia schon ganz ausführlich von ihren Erfahrungen berichtet und gezeigt, wie man ein Patchwork im apple core-Muster näht.


Damit war die Zeit auch schon wieder fast herum – das nächste Treffen ist am 15. Januar, wieder in den Räumen des Nadelwalds, Friedelstraße 11.

Ich darf wohl schon jetzt verraten, dass wir uns für 2012 überlegt haben, wie wir die verschiedenen Interessen noch besser unter einen Hut bringen, so dass weder der Austausch noch das Nähen zu kurz kommen. Es wird in Zukunft eine Show-and-tell-Ecke geben, in der fertige Quilts präsentiert werden können, außerdem wollen wir gemeinsam Techniken und Muster ausprobieren und Neues lernen, aber auch wer einfach nur Fachsimpeln will, wird dafür Raum finden. Näheres dazu folgt hier im Blog, und ein bißchen Adventsprogramm wird es hier bis dahin auch noch geben.

Kommentare:

  1. Liebe Constanze, was für ein schöner Bericht wieder!!!

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  2. konnte beim letzten mal ja leider nicht teilhaben;
    schade, die fotos sehen wieder sehr interessant aus!
    wollen wir nicht auch das stoffe tauschen nicht auch hie und da weiter beibehalten?
    liebe grüsse, birgit

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