Freitag, 8. April 2011

So war das zweite Treffen

Miriam/Berlinquilters neuer Log Cabin

Seit Sonntag Nachmittag weiß ich, wie man Quilterinnen auf dem Rückweg von einem Treffen erkennt: am entspannten Lächeln, und an der Spur von Fäden und kleinen Stoffresten, die sie hinter sich herziehen. Am Sonntag war nämlich unser zweites Treffen als Berlin modern quilt guild, und wir strebten alle etwas gehetzt von anderen Freizeitaktivitäten an diesem schönen Frühlingsnachmittag in den Kursraum des Trollinge-Ladens in Friedenau, und diesmal schafften wir es sogar, neben Kennenlernen und Quiltschau auch noch die Nähmaschinen anzuwerfen.

Blöcke der Bee Germany für einen Quilt für Tachas/haniesquilts Tochter

Regine und Antje hatten neu zu uns gefunden und einige ihrer Werke mitgebracht. Regine quiltet seit vier Jahren und probiert gerne neue Techniken aus – und näht manchmal sogar im Stehen an der Maschine, wie ich höchst beeindruckt feststellen konnte.

Regines Atarashiiquilt

Ihr Atarashii-Babyquilt nutzt eine japanische Falttechnik, bei der verschiedene geometrische Formen mit Wattierung in der Mitte einzeln gearbeitet und dann erst zusammengesetzt werden. Regine erweiterte den Quilt in die dritte Dimension, indem sie einige Einzelelemente als plastische Zacken einarbeitete - ein Babyquilt mit eingebautem Spielzeug sozusagen.

Antjes Día de los muertos-Quilt

Antje brachte einen fast fertigen Graffiti-Babyquilt für urbane Eltern mit, der ebenfalls so gar nichts mit dem üblichen rosa-hellblau-Schema zu tun hat, und ihren Día des los muertos-Quilt, ein Kirchenfensterpatchwork (cathedral windows) der ironischen Art, von dem ich leider kein vernünftiges Foto habe. Aus den plastischen „Fenstern“ des Musters blicken dem Betrachter lauter verschiedene Totenschädel und Skelette entgegen. Die Motivstoffe, viele davon von Michael Miller, sammelte Antje über eineinhalb Jahre, und man könnte schon Stunden damit zubringen, die Details der Fensterfüllungen zu betrachten.

Julias/little girl quilts' Double Wedding Ring im Entstehen
Wir staunten dann noch sehr über Julias schnellen Babyquilt  - zu zweit in sechs Stunden von der Idee zum fertigen Quilttop -  und nähten einige Blöcke für einen Quilt für Japan, den sich Floh ausgedacht hatte.  Über diese Projekte werden beide sicherlich noch auf ihren eigenen Blogs berichten. Weitere Bilder vom Treffen findet ihr bei flickr. Unsere Teilnahme an der Robert Kaufman solids challenge ist angedacht, sofern wir als deutsche Gruppe teilnehmen dürfen.
Das nächste Treffen am ersten Mai wird dann schon in anderen Räumen stattfinden – Hinweise sind willkommen, falls ihr eine Idee habt, wo sich eine Gruppe von etwa acht Quilterinnen am Sonntagnachmittag in Berlin treffen könnten.

Kommentare:

  1. ich habe gleich am sonntag eine mail an die verantwortliche bei r. kaufman geschrieben, aber (leider) bisher noch keine antwort erhalten...ich hoffe aber, die kommt bald...

    lieben dank für die schöne 'nachlese'!

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  2. Vielen Dank für den schönen Bericht. Antje sollte am besten den Quilt zum Fotografieren noch einmal mitbringen, denn den muss man ja auch in ganz wirklich gesehen haben. Toll, was die beiden "Neuzugänge" alles zu zeigen hatten - die anderen natürlich auch.

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  3. Ach, als ich Deinen Bericht gelesen habe, hatte ich Lust mich gleich wieder zu treffen.... Danke für die gute Zusammenfassung und die vielen Fotos.

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  4. Toller Bericht! Ich finde ja diese drei Stunden auch zu kurz ehrlich gesagt... Ich hab noch nichts neues in Erfahrung gebracht wegen des Raumes...:(

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  5. wir hier in trier hatten heute unser erstes quilttreffen mit sechs frauen.es war ein wunderbarer nachmittag voller geschnatter und gezwitscher,gefüllt mit ausrufen wie:"was... das hast du schon gemacht,wie geht das denn und kannst du uns das mal zeigen".kurzum am ende haben alle gesagt.....wann treffen wir uns wieder.liebe grüße susanne

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  6. Super die einmal total anderen Quilts
    Einen Quilt mit einem bestimmmten Thema wie bei dem Dia del los muertos Quilt habe ich noch nie gesehen.Toll
    Ina

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