Sonntag, 19. Februar 2012

Noch ein Kona-Cotton-Challengequilt


Am Sonntag war nicht nur gemeinsames Sticken angesagt – wir haben ja auf dem goldenen Sofa im Nadelwald nun die Show-and-tell-Ecke, und lag diesmal Doris' Quilt aus der Kona Cotton Challenge, den ich euch unbedingt noch zeigen möchte. 

Sie hatte die Stoffe aus dem charm pack mit einem tiefen Dunkelblau kombiniert und brachte sie so herrlich zum Leuchten, der Untergrund ist ein mittelblauer melierter Bio-Baumwollstoff von Siebenblau
 

Die bunten Sterne setzte Doris von Hand zusammen und applizierte sie auf den Grundstoff. Dabei durfte kein Fitzelchen verschwendet werden: manche Rauten sind aus Resten zusammengesetzt, sonst hätte der Stoff nicht gereicht. 

Die Füllung ist wie bei Doris‘ anderen Quilts ein dünnes Baumwollvlies, das ganz wunderbar fällt und das uns alle noch dem Polyestervlies abspenstig machen wird – diese Decken sind einfach unvergleichlich weich, kuschelig und anschmiegsam.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Unsere Sashiko-Versuche

Bem Treffen am vergangenen Sonntag probierten wir wie geplant mit Flohs Hilfe die Sashiko-Stickerei aus. Auf den ersten Blick eine simple Technik, aber wenn man ein wirklich gleichmäßiges Ergebnis haben möchte, braucht man schon einige Übung - und einige Tricks und Kniffe, die Floh uns verraten hat.
Floh hatte spezielles Sashiko-Garn in verschiedenen Farben mitgebracht, das man hierzulande in einigen Quiltläden kaufen kann. Es ist aus Baumwolle, sehr matt und weich, die Stärke ähnlich wie dünnes Häkelgarn. Sashiko-Spezialnadeln sind ziemlich dick, ähnlich wie Sticknadeln, haben aber ein schlankes Öhr. Sticken kann man aber auch mit Perlgarn oder geteiltem oder ungeteiltem Sticktwist, die Nadel stimmt man auf Garn und Stoff ab – in den meisten Nadelsortimenten findet sich sicher etwas passendes. 
Sashiko-Spezialnadeln
Die erste Schwierigkeit: wie bekommt man die Mustervorlagen auf den Stoff? Die typischen Sashikomuster basieren auf einem Raster aus Quadraten oder Rechtecken. Das Grundraster zeichnet man zuerst mit einem Lineal vor, die Musterlinien orientieren sich dann an diesem Raster. Auch sie zeichnet man vor, für Rundungen macht man sich am besten eine Pappschablone. 
Muster ins Raster einzeichnen
Beim Vorzeichnen hilft der Sandpapier-Trick: der Stoff verrutscht auf dem rauhen Untergrund nicht so leicht. Wir probierten einen ganzen Haufen verschiedener Markierstifte aus: Kreidestifte und Stoffmarker, die auf Feuchtigkeit reagieren, waren unpraktisch, weil man den Stoff beim Sticken ständig in der Hand hat und die Vorzeichnung dann schneller verschwindet, als einem lieb ist. Besser funktionierten Stifte, die bei Bügelhitze unsichtbar werden, vor allem kann man da – ein Tipp von Miriam – die Pilot Frixion Ball-Stifte aus der normalen Schreibwarenabteilung nehmen, die sehr sauber und präzise auf Stoff zeichnen.
Eine Vorzeichnung mit dem Frixion Ball
Der Sashikostich ist dann eigentlich „nur“ ein kleiner Vorstich – aber wie Floh erklärte, liegt die Tücke im Detail: Die Stiche sollen natürlich ganz, ganz gleichmäßig sein, weswegen man am besten gleich mehrere Stiche gleichzeitig auf die Nadel nimmt. 
Hier sieht man das Prinzip des Sashikostichs...
...und hier sieht man besonders gut die absichtlichen "Lücken" an den Stellen, wo sich die Linien kreuzen.
Die auf der Vorderseite sichtbaren Stiche sollten länger sein als der Zwischenraum, genauer gesagt, etwa doppelt so lang. An Stellen, wo sich zwei oder mehr Linien kreuzen, wird ein größerer Abstand gelassen, damit die Stickfäden möglichst nicht kreuz und quer zusammentreffen. 
Ein paar empfehlenswerte Bücher zum Thema: 

Japanese Sashiko Inspirations von Susan Briscoe befasst sich sehr ausführlich mit der Technik und enthält eine Menge einfacher und und auch ganz schwieriger, großformatiger Muster zum Nacharbeiten – da bleibt keine Frage offen. 

In Patchwork - Japanische Blöcke, auch von Susan Briscoe, ist Sashiko nur ein Thema – das Buch behandelt ansonsten Patchwork- und Applikationsblöcke im japanischen Stil. Das Sashiko-Kapitel enthält Vorlagen für die typischen Flächenmuster und einen kürzer gefassten Technikteil.

Susanne hatte noch ein japanisches Buch mitgebracht, das wunderschöne moderne Abwandlungen der Technik zeigt. Die Anleitungen sind wie gewohnt mit so vielen gut verständlichen Zeichnungen versehen, dass es gar nichts macht, dass man den Text nicht lesen kann. Das Buch heißt Sashiko und hat die ISBN 978-4-529-04565-0.

Weiß auf blau - ganz traditionell
Super-akkurat mit untergebügeltem Stickvlies
Aus Sashiko-Garn mit Farbverlauf

Ein zartes Muster aus dem japanischen Buch

Dienstag, 14. Februar 2012

Reduzierte Stoffe bei Volksfaden


Seit gestern sind bei Volksfaden viele Stoffe reduziert - bis zu 40%. Im online-Shop findet ihr sie hier, aber natürlich lohnt sich auch ein Besuch bei Linda in ihrem tollen Laden in Schöneberg.